Der Boden in den Gebieten in denen Vogelspinnen in der Natur vorkommen sind meist fest, lehmig oder lößartige Substrate. Diese ermöglichen den Vogelspinne einen perfekten Höhlenbau und sorgen dafür das der Kokon perfekt ist ohne irgendwelchen Löcher und Erdklumpen, wie es bei nicht festem Boden oft der Fall ist. Dies würde dazu führen das der Kokon nicht funktioniert und in den nächsten Wochen wieder aufgefressen wird. Also sollte man dafür sorgen das der Boden nach der Paarung eher fest ist um zu verhindern das die Nachzucht schon am Kokon scheitert.
Kokons und ihre Zeitigung
Zur Zeitigung der Kokons gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wobei jeder selber entscheiden sollte welche für ihn die beste und richtige ist. Eine Möglichtkeit ist die natürliche Zucht. Bei dieser bleibt der Kokon im Besitz des Weibchens und kümmert sich um dessen wohlbefinden. Allerdings besteht hierbei die Gefahr den Kokon durch kleinstlebewesen wie Milben zu zerstören oder durch kleinere Milben. Eine andere Möglichkeit ist die Künstliche Zeitigung. Bei dieser wird der Kokon von dem Weibchen entwendet und in einen anderen Behälter gelegt bei konstanter Raumtemperatur und Luftfeuchte. Die Temperatur wird durch einen Thermostat und die Luftfeuchte durch feuchten Torf reguliert. Etwas wird schräg über den Kokon gelegt um das Kondenswasser, zum Schutz vor Pilzbefall, vom Kokon fernzuhalten. Der Kokon muss außerdem noch regelmäßig gewendet werden um ein Eindrücken zu verhindern. Der Kokon sollte auf ein Gitter gelegt werden um ihn vor den Substraten zu schützen. Die letzte Methode ist die Petrischalenmethode. Hierbei wird der Kokon nach ungefähr sechs Wochen geöffnet und die Nymphen in Petrischalen gefüllt. Diese werden dann ohne Licht bei konstanter Temperatur gehalten. Nach der ersten Häutung der Jungtiere werden diese einzeln in Behältern mit Torf oder ähnlichem gehalten. Die Larvenstadien von z.B. Grillen bieten hierbei die beste erste Nahrung.